Wie weiß man was man will

In Coaching für den Erfolg habe ich niedergeschrieben wie man seine Ziele erreicht.

In Ziele vs. Ideale, habe ich ausgeführt wie man Ziele formuliert.

In Selfmarketing und Archtypen habe ich kurz erwähnt, dass Ziele sich auch aus dem Archtypus ergeben können den ich mir ausgewählt habe.

In Zen in der Kunst des Aufgebens habe ich dargestellt, dass es Sinn macht sich gut zu überlegen welche Ziele man wirklich verfolgt und alle anderen schnell und mit Freuden aufzugeben.

In Change-Management habe ich meine Methode zur Priorisierung von Zielen beschrieben.

Wenn ich mir aber so die Suchanfragen anschaue, die verschiedene Leute auf diesen Blog führen, dann wären ein paar Infos darüber, wie man Ziele auswählt wohl ganz hilfreich.

Die Auswahl von Zielen hat zwei Ausprägungen:

Ich habe widerstreitende Ziele und weiß nicht welchem ich den Vorrang geben soll (Man kann ja schließlich nicht alles haben) oder

Ich habe keine Ziele, dümpele so vor mich hin und würde das gerne ändern.

In beiden Fällen hilft es seinen aktuellen Lebenstraum kennen zu lernen.

Jeder von uns hat eine Berufung. Etwas wofür er auf die Welt gesetzt worden ist. Jeder tut bestimmte Dinge besonders gern und wird für bestimmte Eigenschaften besonders geschätzt. Beides sind Hinweise auf den ureigensten Lebenstraum. Den Lebenstraum ermittelt man folgendermaßen:

Erstelle eine Liste mit Dingen die du besonders gerne tust. Noch besser benutzt du einzelne Karteikarten die du jeweils mit einer Tätigkeit beschriftest, der du gerne nachgehst. Beispiele können sein „spielen“, „reden“, „Spaß haben“. Diese Begriffe nimmst du und versuchst sie so weit wie möglich zu abstrahieren. Mit „spielen“ kann z.B. gemeint sein „Strategien entwerfen“, hinter „reden“ steht möglicherweise „beraten“ oder auch „vermitteln“ und hinter „Spaß haben“ steht vielleicht „unterhalten“. Diese Tätigkeiten kommen dann auf die Karten. Die Tätigkeitskarten kommen auf einen Haufen.

Dann gibt es Eigenschaften die du an dir selber oder an anderen schätzt oder die andere an dir besonders schätzen, wie z.B. einfühlsam, energisch, durchsetzungsstark. Alle diese Eigenschaften kommen auch jeweils auf eine Karte und diese Eigenschaftskarten kommen auf einen anderen Haufen.

Dann beginnt der spaßige Teil. Du ordnest jeweils immer eine Eigenschaft einer Tätigkeit zu wie z.B. „einfühlsam“ + „vermitteln“ oder „durchsetzungsstark“ + „unterhalten“ und dabei testest du auch ganz wilde Kombinationen aus. Irgendwann im Laufe dieses Spiel macht es dann mindesten einmal KLICK. Von den besonders attraktiven Kombinationen suchst du dir dann die Attraktivste aus. Alle anderen kommen WEG!

Und da hast du es dann: Deine Bestimmung, dein Schicksal, ….

Für die nächsten sieben Jahre. (Solange dauert es, bis sich deine Persönlichkeitsstruktur wieder ändert)

Besonders wirkungsvoll ist diese Erkenntnis wenn man sie personalisiert also z.B. aus der Kombination „einfühlsam vermitteln“ die Aussage macht „Ich bin ein einfühlsamer Vermittler!“

Hieran kann ich dann in den nächsten Jahren mein Handeln und meine Ziele messen.

Diese neu gefundene Identität hilft mir auch bei einem Dilemma, also bei einer scheinbar unmöglichen Wahl zwischen Alternativen. Wenn ich alle Alternativen durchdacht habe prüfe ich sie anhand meiner oben neu gefundenen Identität und wähle die Alternative, die meiner Bestimmung am ehesten entspricht. Die Frage dazu lautet „Würde ein …….. (hier die neu gefundene Bestimmung eintragen) das (1. Alternative) tun oder würde er das (2. Alternative) tun?“

Soviel zum grundlegenden Teil.

Der praktische Teil sich in einem ziellosen Leben Ziele zu setzen ist bedeutend einfacher.

Nimm dir deine fünf Lebensbereiche: Beziehung, Beruf/Finanzen, Gesellschaft, Sinn, und Spaß.

Schreibe für jeden dieser Lebensbereiche ein DIN A4 Blatt voll mit Dingen und Aktivitäten die du in diesen Bereichen haben, tun oder erreichen willst. Wenn das Blatt voll ist beginnst du mit dem Streichen bis auf jedem Blatt nur noch ein Ziel übrig ist.

Das Ziel wird dann mit

  • einer Frist zur Erreichung,
  • einem groben Meilensteinplan und
  • einem ersten Schritt versehen, den du sofort machen kannst

und dann geht’s los.

Idealerweise sollten diese Ziele zu deinem Lebenstraum passen und Zwischenschritte auf diesem Weg darstellen. Aber das muss nicht sein. Schlenker sind nicht so schlimm denn

Wenn du dich gegen dein Schicksal stemmst merkst du es am Widerstand

4 Antworten zu Wie weiß man was man will

  1. [...] ich das will und mit mir vereinbaren kann muss ich zu aller erst einmal mit mir selber ausmachen. Sollte ich zu [...]

  2. [...] wird es richtig spannend, wenn wir uns der Frage der (Lebens)Träume widmen, die zwischen den Zielen und den Idealen liegen. Aber das ist eine andere Geschichte und [...]

  3. [...] ausgedrückt mache ich mir Gedanken um Ziele und welche Methoden ich anwenden kann, um diese zu [...]

  4. [...] ausgedrückt mache ich mir Gedanken um Ziele und welche Methoden ich anwenden kann, um diese zu [...]

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